„Das war doch gar nicht so gemeint, das war doch bloß Spaß!“ oder „Etz hob dich doch ned a soo, du bist ober echt empfindlich.“

Solche oder ähnliche Sprüche müssen sich Betroffene oft anhören, die vorher mit Worten oder körperlich verletzt worden sind. Die Verletzungen gehen tief, sind aber häufig für Freunde und Familie nicht leicht zu erkennen. Viele Opfer fühlen sich allein gelassen und geben sich vielleicht sogar noch die Schuld an den Schmähungen ihnen gegenüber.

Die Täter fühlen sich sicher, weil sie häufig Unterstützer haben und ihr aggressives Verhalten von der Mehrheit der Gruppe gedeckt wird.

Mobbing-Strukturen sind oft gar nicht leicht zu durchschauen.

Damit das Hinsehen und damit dem Opfer helfen, gelingen kann, bildete Fr. Polizeihauptmeisterin Melzer und ihre Kollegin die Schülerinnen und Schüler der Berufsvorbereitung (BVB und BVJ) in den ersten Oktoberwochen fort.

Interessante Zahlen und Fakten, sowie leicht zu verstehende Schemazeichnungen mit informativen Erklärungen wechselten mit aktivierenden Spielen, so dass das Thema Mobbing auf einmal in den Klassen teils kontrovers und lebhaft diskutiert wurde.

Fr. Melzer verstand, es die Schülerinnen und Schüler mit ihrer offenen, schülergerechten Sprache zu packen und in Gesprächen ihre Botschaft zu vermitteln:

„Gib Mobbing keine Chance!“

Herzlichen Dank an Frau Melzer und ihre Kollegin für dieses erste Highlight in einer schwierigen Zeit, in der die Vorträge natürlich nicht so ablaufen konnten, wie noch im letzten Jahr.

Umso beeindruckender war es, wie die Schülerinnen und Schüler sich auf das schwere Thema eingelassen haben.

 

Andreas Weickmann