Projekt “Metaller am Herd”

 

Morgens 8.00 Uhr, Robert-Limpert-Berufsschule, Küchentrakt:

Vier merkwürdige Gestalten schleichen im Schutz der Dämmerung durch den Küchenbereich. Eingeweihte wissen: diese Leute haben hier nichts zu suchen.

Jetzt machen sich die vier – augenscheinlich Metaller an der Tür der Großküche zu schaffen.

Offensichtlich haben sie Komplizen, denn der Eingang öffnet sich wie von Geisterhand.

Drinnen entledigen sich die Metallbauer ihrer gewohnten Kluft und streifen Kochjacken über.

Erst als der Fachlehrer und Küchenmeister Herr Löhner erscheint wird klar, dass hier gemeinsam ein schmackhaftes Mal fabriziert werden soll.

Ziel der ganzen Unternehmung ist, bis Mittag ein Drei-Gänge-Menü bestehend aus Karotten-

süppchen, Rinderragout mit Kartoffelplätzchen und Zitronencreme fertigzustellen.

Dazu werden die drei zukünftigen Metallbauer von zwei in der Endphase ihrer Ausbildung befindlichen Köchen angeleitet.

Zusammen schneiden, schälen, braten, backen und rühren sie wie die Weltmeister.

Herr Löhner, der Lehrer, schaut zwar manchmal etwas skeptisch, hält sich aber ansonsten im Hintergrund und lässt die zwei Kochteams alleine werkeln.

Die beiden Köche setzen die Metaller-Küchenhilfen gekonnt ein und geben ihnen immer wieder Tipps zur Zubereitung der Speisen.

Tatsächlich entsteht so ein schmackhaftes Essen, das letztlich gemeinsam an der von den Fachkräften im Gastgewerbe schön eingedeckten Tafel verspeist wird.

Insgesamt ein sehr gelungenes Projekt und für die Metaller ein Blick über den Tellerrand

hinaus, der sicherlich zur gegenseitigen Wertschätzung beiträgt.

Ich selbst habe heute auch sehr viel dazugelernt. Zum Beispiel, dass man Wodka nicht nur zum Trinken, sondern auch zum Polieren von Geschirr verwenden kann.

Lieber Patrick, vielen Dank für den kurzweiligen und informativen Vormittag!

Harald Pfeifer

Fachbetreuer für Metalltechnik